Weitere Fridays for Future-Aktionen am 24.09.2021 in der Metropolregion Rhein-Neckar

Zusätzlich zu den schon genannten Terminen ergänzt das KIM diese:

(Archivbild)

Speyer:

Klimademo am 24.09. in Speyer

Mit einer Fahrraddemo möchte die Fridays for Future Ortsgruppe Speyer am
24. September anlässlich des globalen Streiktags auf die Folgen der
globalen Klimakrise aufmerksam machen und ein Zeichen für
Klimagerechtigkeit setzen.
Anlässlich des globalen Klimastreiktags hat auch die Ortsgruppe in
Speyer eine Demo geplant. „Gerade vor der Bundestagswahl wollen wir
erneut an das 1,5-Grad-Ziel appellieren“, erklärt Henrike Misske,
Organisatorin. „Die Extremwetter diesen Sommer haben gezeigt, dass auch
die Klimafolgen nicht nur ein Zukunftsthema, sondern bereits jetzt
aktuell sind. Die Wahlen legen den Grundstein für die Politik der
nächsten vier Jahren – und die muss endlich handeln.“
Die Demo beginnt um 17:30 am St.-Guido-Stiftsplatz. Dann geht es mit dem
Fahrrad in einer Schleife über die Wormser-Land-Straße und
Bahnhofsstraße zum Domplatz. Passend zum globalen Motto ‚uproot the
system‘ wird es außerdem Redebeiträge geben.
„Die Klimakrise spiegelt auch soziale Krisen, wie zum Beispiel
ungerechte Verteilung von Ressourcen wider. Die Folgen bekommen oft
diejenigen zu spüren, die am wenigsten zum Klimawandel beitragen.“,
findet Ayla Schellenberger, Organisatorin. „Deshalb muss sie an der
Wurzel bekämpft werden, einzelne Leuchtturmprojekte reichen nicht. Dafür
steht das globale Motto.“
Aufgrund der Inzidenz hat sich das Speyerer Organisationsteam für eine
Fahrraddemo entschieden. Außerdem wird zum Tragen von FFP2-Masken und
Abstand halten aufgerufen. Vor einem Jahr hatte das bereits sehr gut
geklappt.

FFF in Frankenthal/Pfalz (Archivbild)

„Wir rufen jede*n dazu auf, sich am 24. September uns anzuschließen und
gemeinsam für eine klimagerechte Welt einzustehen.“, verkündet Sophia
Misske, Organisatorin. „Wir freuen uns auf eine möglichst große und
laute Demo.“

Ludwigshafen

„Globaler Klimastreik am 24.09.21 in Ludwigshafen
Am 24. September streikt Fridays-For-Future auch in Ludwigshafen, neben
mehreren hundert Orten in Deutschland und vielen Ländern weltweit. Die
Demonstration beginnt in Ludwigshafen am 24. September um 15:30 Uhr am
Friedrich-Wilhelm-Wagner-Platz und verläuft von dort durch die
Innenstadt und am Rhein entlang mit einer Zwischenkundgebung auf dem
Rathausplatz.

Unter dem Motto #AllefürsKlima werden zwei Tage vor der Bundestagswahl
tausende Menschen auf die Straße gehen und für eine klimagerechte
Politik protestieren, die die 1,5°C-Grenze des Pariser Klimaabkommens
einhält.

„Bei dieser Wahl tragen vor allem die Menschen, die keine Stimme auf dem
Wahlzettel haben, die desaströsen Konsequenzen des politischen
Versagens. Die nächste Bundesregierung ist die letzte, die die
Klimakrise noch eindämmen kann. Wir fordern alle auf, mit uns gemeinsam
diese Stimmen laut zu machen!“ sagt Jonah (17) aus dem Orga-Team.

„Keine Partei hat einen 1,5°C-Plan im Wahlprogramm vorgelegt. Wir müssen
zeigen, dass wir die nächste Regierung nicht damit durchkommen lassen,
globale und regionale Ungerechtigkeiten weiter anzufeuern. Dazu sind
grundlegende strukturelle Veränderungen in progressiven Koalitionen
notwendig. Die letzten Jahre haben gezeigt: Ohne uns Alle auf den
Straßen wird sich nichts ändern!“, ergänzt Anton (19).

FFF Ludwigshafen (Archivbild)

Die Aktivist:innen fordern, Probleme bei der Wurzel zu packen und nicht
auf klimapolitische Leuchtturmprojekte zu setzen. Aktuelle
wissenschaftliche Berichte zeigen, dass die Klimakrise weiterhin
angeheizt wird. Im Jahr 2021 ist ein historischer Emissionsanstieg zu
erwarten.

Wir rufen alle Menschen, egal ob alt oder jung, aus der
Rhein-Neckar-Region zur Teilnahme auf. Auf der Demonstration gelten die
allgemeinen Hygieneregeln.“

 

(c.r. mit PM der genannten FFF-Gruppen; Fotos: Archiv)

 

 




Fridays for Future-Klimademo auch in Frankenthal (Pfalz): „Empört Euch, die Welt gehört euch.“ (mit Bildergalerie)

Unter dem Motto „Kein Grad weiter“ fand am 25.09.2020 quasi ein Reset und Neustart der Fridays for Future (FFF)-Bewegung, nach einer mehrmonatigen Corona-Pandemie-bedingten Zwangspause, mit dem globalen Klimastreik weltweit statt. In der kreisfreien Stadt Frankenthal nahmen knapp 100 Personen an der Klimademo teil. Rund 3000 Klimastreiks waren für diesen Tag nach Agenturangaben weltweit geplant. 400 davon an verschiedenen Orten allein in der BRD.

 

Starkes Zeichen setzen und sich zurückmelden

Diese Absicht kommunizierten die AktivistInnen von FFF in Frankenthal klar und deutlich. Ein Jahr nach dem letzten globalen Klimastreik und ein Jahr vor wesentlichen Wahlen in der BRD meldete sich auch die lokale Aktionsgruppe eindrucksvoll zurück. Wie für Frankenthal typisch, fand auch diese Klimademo am 25. September generationenübergreifend statt.

Die große Unzufriedenheit über das politische Handeln, was die Bewältigung der Klimakrise angeht, bestimmten den Veranstaltungsablauf und die gehaltenen Reden.

Das nach Veranstalterangaben mit den Ordnungsbehörden abgestimmte Hygienekonzept funktionierte, bis auf wenige Ausnahmen. Mund- und Nasenschutz wurde von allen TeilnehmerInnen getragen. Abstandsregeln wurden je nach Laufroute und Zwischenkundbegungsort einmal mehr oder einmal weniger gut eingehalten. Desinfektionsmittel wurden vor jedem RednerInnen-Wechsel an den mitgeführten Megafonen verwendet.

SprecherInnen machten regen Gebrauch, um am offenen Mikrofon zu sprechen.

Diese unterstrichen allesamt in ihren Wortbeiträgen die hohe Relevanz der FFF-Bewegung und weshalb es gilt, jetzt auf politischer Ebene konkret zu handeln. Das nur „weiter so“ im bekannten Politjargon könne man nicht weiter hinnehmen. Vorgeworfen wurde der Bundesregierung die Nichteinhaltung des Pariser-Klimaschutzabkommens. Angebote von Rednern politscher Parteien erfolgten.

So durch David Schwarzendahl, Die Linke (Stadtrat in Frankenthal und stellv. Landesvorsitzender der Partei), der bekräftigte, das Klimaschutz Kernthema seiner Partei ist. Dieses würde sich auch im Frankenthaler Stadtrat zeigen und in den Positionen der Linken bezüglich anstehender Wahlen im Jahr 2021 in der BRD.

Alexander Wolf von den Jusos in Frankenthal bekannte sich zum ÖPNV. Dieser wäre ihm besonders wichtig, um erhalten zu bleiben.

„Die aktuell politisch Handelnden würden an ihren Ergebnissen gemessen werden. So auch die Parteien, die im Wettstreit bei den Wahlen im Jahr 2021 stehen.“, so Thomas vom BUND (Rheinpfalzkreis).

Die FFF-AktivistInnen bedankten sich bei Polizei und Ordnungsbehörde für die Unterstützung und den reibungslosen Ablauf.

Randnotiz

Am Rande der Abschlusskundgebung an der Friedrich-Ebert-Anlage meinte eine etwa 75-80-jährige Frau, ohne Mund- und Nasenschutz: „Bevor wir uns ums Klima kümmern, müssen erstmal die Masken weg.“ Dieser Aussage dürfte Fridays for Future in Frankenthal einiges an Argumenten entgegen zu setzen haben.

 

(Bericht und Fotos: Christian Ratz)

Weitere Bilder des Tages:

Passend zum Thema:

SWR Aktuell am 25.09.20 über Frankenthal

https://www.swr.de/swraktuell/rheinland-pfalz/ludwigshafen/fridays-for-future-frankenthal-102.html

KIM-Bericht zum FFF-Klimastreik in Mannheim am 25.09.20

Auf dem Fahrrad und zu Fuß: Fridays for Future streikt weiter für Klimagerechtigkeit [mit Bildergaliere und Video]