Aktualisierung: Statements: „Ich gehe zum Ostermarsch, weil….“

In Mannheim findet am Ostersamstag 4. April ein Ostermarsch statt, der unter dem Motto „Frieden durch Stärkung des Völkerrechts“ steht.

Um ein starkes Signal im Vorfeld des Ostermarsches an die Mannheimer Öffentlichkeit zu senden, erklären viele Menschen aus der Mannheimer Stadtgesellschaft  „Ich gehe zu Ostermarsch, weil ….“ Der Satz wird um ein oder zwei weitere Sätze ergänzt. Dahinter steht der jeweilige Name.

Es lohnt sich alle Statements zu lesen. Einige der Statements haben zwar die Vorgabe (ein, zwei oder drei Sätze) ignoriert. Sie sind trotzdem hier dokumentiert, da die getroffenen Aussagen es allemal wert sind veröffentlicht zu werden.

Der Artikel wird bis zum Ostermarsch in der Online-Ausgabe des Kommunalinfos immer wieder ergänzt werden mit weiteren Statements. Die Reihenfolge ergibt sich aus dem zeitlichen Eingang.  

Bitte die Erklärung mit eurem Namen per Email bitte einsenden an: redaktion@kommunalinfo-mannheim.de

Die Kommunalinfo-Redaktion / Roland Schuster


Ostermarsch am Wasserturm in Mannheim u.a. mit Ulrich Strohecker, Erich Fried, Martin Niemöller, Walter Ebert (Bild: Gerald Unger – geschätztes Datum: 1968)

Ich gehe zum Ostermarsch,

weil Aufrüstung keinen Frieden schützt – sie organisiert den nächsten Krieg
Isabell Fuhrmann


Ich gehe zum Ostermarsch,

weil wir im Ringen um Frieden und Verständigung die Konflikte der Welt lösen können. Aufrüstung und Krieg nützt nur den Mächtigen und tötet Menschen wie dich und mich.
Dr. Birgit Nowotny

Ich gehe zum Ostermarsch,

weil ich mich als Pazifist und ehemaliger Kriegsdienstverweigerer gegen die Militarisierung unserer Gesellschaft stelle. Statt Kriegstüchtigkeit brauchen wir entschlossenes Handeln für Friedenspolitik und Klimagerechtigkeit!
Bernhard Reinbold

Ich gehe zum Ostermarsch,

weil es bei den vielen Kriegen, die zur Zeit weltweit geführt werden wichtig ist, die Stimme des Friedens sichtbar auf die Straße zu bringen!

Klaus Dollmann

Ich gehe zum Ostermarsch,

weil wir uns gemeinsam gegen Militarisierung und Sozialabbau wehren müssen.
Hans Marin

Wir beide gehen jetzt schon seit 1968 regelmäßig zum Ostermarsch nicht nur in Mannheim,

weil es zu Frieden und Abrüstung keine Alternative gibt.

Gerald Unger & Madeleine Unger

Ich gehe zum Ostermarsch,

weil die Aufrüstung und Militarisierung geradewegs in einen 3. Weltkrieg führt, wenn sie jetzt nicht beendet wird. Deeskalierung und Friedensverhandlungen müssen auf die Tagesordnung. Wir dürfen der Jugend nicht gigantische Schuldenberge hinterlassen, eine zerstörte Umwelt, geschliffene Daseinsvorsorge oder gar zulassen, als Kanonenfutter im Krieg zu enden.

Sibylle Brosius

Auto-Demo u.a. mit Fritz Karg gegen Nervengas der US-Army im Käfertaler Wald im Jahr 1969 durch die Benjamin-Franklin-Village (Foto: Gerald Unger)

Ich gehe zum Ostermarsch, 

weil die deutsche Regierung ihre Unterstützung der Kriege Israels und der USA sofort beenden soll. Sie sollte zu ihrer historischen Verantwortung stehen: Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg! 

Gertrud Rettenmaier

Ich gehe zum Ostermarsch,

weil die Menschen in Palästina, im Libanon, im Iran und überall auf der Welt nach Frieden und Freiheit verlangen. Deutschland soll endlich aufhören, die Kriegstreiber zu unterstützen!

Johannes Hauber

Ich gehe zum Ostermarsch,

weil alle Teilnehmenden sich für Frieden und gegen Kriege einsetzen. Außerdem lehnen sie Rüstungsbetriebe sowie deren Kriegswaffenprodukion und Exporte in Kriegsgebieten ab.
Andreas Ullrich 

Ich gehe zum Ostermarsch,

weil die Friedensbewegung nicht laut und sichtbar genug sein kann! Umso mehr in Zeiten von drohender Wehrpflicht, Aufrüstung, der permanenten Debatten um „Kriegstüchtigkeit“, Missachtung des Völkerrechts und humanitären Versagens an Kriegsschauplätzen. 

Elli Brinkschulte

Ostermarsch 2023 in Mannheim

Ich gehe zum Ostermarsch,

weil Frieden & Sicherheit nur durch Abrüstung entsteht!
Hermann Riebel

Ich gehe zum Ostermarsch,

weil ich durch die Teilnahme am Ostermarsch meinen absoluten Willen zum und Wunsch nach Frieden für alle Menschen, Völker und Länder ausdrücken will. Mit meiner Teilnahme will ich mit Gleichgesinnten ein Zeichen setzen gegen die schleichende Erosion von grundsätzlicher Friedfertigkeit und friedlicher Verständigung bei Politikern und in den Medien. Für Friedensertüchtung statt für Kriegstüchtigkeit!

Marianne Klotz

Ich gehe zum Ostermarsch,

weil ich zeigen will, dass es zum Frieden keine Alternative gibt. Sonst droht die ultimative Apokalypse durch die internationalen Kriegstreiber, die es in vielen Orten der Welt leider schon gibt.

Roland Schuster

Ostermarsch 2024 in Mannheim

Ich gehe zum Ostermarsch,

weil unsere Jugend kein Kanonenfutter für Kriege sein dürfen! Während die Reichen und Mächtigen sich sonnen, lassen sie andere ihre Kämpfe kämpfen. Sollen sie doch selbst in den Krieg ziehen und sich in Schützengräben werfen. 

Rebecca Becherer

Ich gehe zum Ostermarsch,

weil mir der Gedanke an eine friedliche Welt tief am Herzen liegt und ich zeigen möchte, dass Hoffnung stärker sein kann als Angst.
Petra Hoffmann

Ich gehe zum Ostermarsch,

weil ich nicht tatenlos zusehen möchte, sondern ein Zeichen für Zusammenhalt und Hoffnung setzen will.
Bruno Pfeifer

Ostermarsch 2021 in Mannheim

Ich gehe zum Ostermarsch,

weil ich deutlich machen will, dass die militärische Willkür von psychisch kranken Despoten wie Trump, Putin, Netanjahu oder Xi Jinping mit unnötigen Kriegen Zerstörung und Gewalt über unschuldige Menschen bringen.

Harald Bürk

Ich gehe zum Ostermarsch,

weil Militär bestenfalls Abwesenheit von unmittelbarer Gewalt schafft; echte Sicherheit braucht Diplomatie, Rechtsstaat, soziale Gerechtigkeit und Klimaschutz.

Tobias Roser

Ostermarsch 2024 in Mannheim

Ich gehe zum Ostermarsch,

weil Proletarier*innen nicht auf Proletarier*innen schießen sollten.

Leo B.

Ich gehe zum Ostermarsch,

weil ich gegen Kriege und gegen die Kriegsvorbeireitungen in der BRD bin und für die Einhaltung des Völkerrechtes. Krieg bringt keinen Frieden sondern nur Zerstörung und Elend.

Eleonore Dalkner

Ich gehe zum Ostermarsch,

weil es nicht ausreichend ist, am Wahlsonntag sein Kreuz zu machen. Und um zu zeigen, dass wir viele sind, die gegen die Militarisierung der Welt aufstehen.

Rita Hagemann

Ich gehe zum Ostermarsch,

um auch in der Öffentlichkeit zu zeigen, dass Abschreckung und Aufrüstung nicht funktionieren und es zivile und gewaltfreie Alternativen wie z. B. Soziale Verteidigung gibt. Für mich als in der DFG-VK engagierten Kriegsdienstverweigerer, Antimilitarist und Pazifist ist der Ostermarsch immer wieder ein besonderer Anlass, andere Menschen dafür zu motivieren sich immer wieder für Gewaltreduzierung und -prävention einzusetzen, weil uns das einer friedlicheren und gerechteren Welt näher bringt.

Otto Reger

Ich gehe zum Ostermarsch,

weil ich voll und ganz hinter dem Aufruf des Friedensbündnis stehe. Einen Aspekt möchte ich hier herausgreifen. Ich denke, dass die massive nukleare Aufrüstung, die gerade in Gang gesetzt wird, ein gefährlicher Fehler historischer Fehler ist. Ein System, das null Fehler und ständige Korrekturen notwendig macht, um die totale Zerstörung zu vermeiden, bietet für kein Land der Welt Sicherheitsgarantien. Es ist vielmehr ein Glücksspiel. „Ein Atomkrieg kann nicht gewonnen werden“, sagte sogar Ronald Reagan, US-Präsident in den 1980ern. Und J.F. Kennedy: „Die Waffen des Krieges müssen abgeschafft werden, bevor sie uns abschaffen“. Es ging und geht also nicht um links oder rechts, sondern darum, das Vernünftige und absolut notwendige für die Menschheit zu tun. Und das ist, einen schrittweisen, für alle transparenten Prozess der nuklearen Abrüstung zu starten. Die Atommächte der Gegenwart vergessen diese vernünftigen Lehren aus der Vergangenheit. Fachleute schätzen, dass allein die USA in den nächsten zehn Jahren fast 1000 Milliarden Dollar in Atomwaffen investieren werden. Mit diesem Betrag könnten wir stattdessen die extreme globale Armut beseitigen…“ .

Ulli Süss

Ich gehe zum Ostermarsch,

weil alles daran gesetzt werden muss, diesen zerstörerischen und verantwortungslosen Kurs der Merz-Regierung nämlich der Kriegsfähigmachung und Militarisierung der Gesellschaft aufzuhalten. Das gigantische Aufrüstungsprogramm wird durch rigorosen und gnadenlosen Sozialabbau erkauft.

Hören wir Boris Pistorius: „Mit Sozialleistungen und mit Bildung lässt sich dieses Land nicht verteidigen“. Und der IFO-Präsident Schuricke sagte: „ Mittelfristig wird kein Weg daran vorbeiführen, harte Budgetentscheidungen zwischen Kanonen und Butter zu treffen“.

(Quelle: https://www.deutschlandfunk.de/trump-deal-wirtschaftskrieg-usa-politik-100.html)

Gerechtfertigt wird das Ganze mit der Lüge eines drohenden Angriffs durch Rußland, obgleich Geheimdienste vom Gegenteil sprechen.

Die Einführung einer Grundsicherung mit starken Sanktionen statt Bürgergeld war erst der Anfang. Dieser Kriegskurs zerstört den sozialen Zusammenhalt, und wird der AFD scharenweise Menschen zutreiben. Die Ausrichtung auf Kriegswirtschaft führt zudem zur Demontage der Demokratie, deshalb raus auf die Straße.

Friederike Rüd

Ich gehe zum Ostermarsch,

weil Aufrüstung und Militarisierung weiter unzähligen Menschen das Leben kostet, Hass erzeugt und die Zukunft von Generationen zerstört. Es braucht Verhandlungen und Diplomatie mit dem echten Willen für Lösungen. Frieden ist machbar.

Renate Weindorf

Ich gehe zum Ostermarsch,

weil ich gegen die Unterstützung völkerrechtswidriger Angriffskriege durch Deutschland bin und deshalb für die Schließung der US-Airbase in Rammstein demonstrieren will. Unsere Region gerät sonst in den Fokus kriegerischer Auseinandersetzungen. Das darf nicht sein!

Andrea Scheuermann

Ich gehe zum Ostermarsch,

Ich gehe zum Ostermarsch, weil Kriegsrhetorik und Aufrüstungswahn Frieden und Freiheit in Europa bedrohen.

Detlef Hintze

Ich gehe zum Ostermarsch,

weil Krieg ein Verbrechen an der Menschheit ist. Kriege nicht ausbrechen sondern gemacht werden und weil ich konkret gegen die Wiedereinführung der Wehrpflicht bin.

Gaby Weiland

Ich gehe zum Ostermarsch,

weil ich etwas ändern & bewirken möchte.
Philipp Günther 

Ich gehe zum Ostermarsch,

weil ich nicht akzeptiere, dass Familien und Kinder weiterhin als Schachfiguren für die Interessen der Reichen missbraucht werden und wir mit unserem Leben für deren Machtzuwachs bezahlen sollen. Wir alle haben ein Recht auf Frieden – El derecho de vivir en paz

Federico Ebert

Ich gehe zum Ostermarsch,

obwohl ich es skandalös finde, wie viele Friedensbewegte sich mit einem vor den 90er Jahren geprägten Weltbild um die schlichte Tatsache herumschleichen, dass Putins Russische Föderation der Aggressor und Kriegstreiber gegen die sich verteidigende Ukraine ist und dass als Russland aufgefordert werden muss, sofort die Kriegshandlungen einzustellen, so, wie wir immer die kriegsbeginnenden und das Völkerrecht brechenden Staaten beim Namen genannt haben, z.B. in den Kriegen auf dem Balkan, gegen den Libanon, Irak, Libyen, Syrien, und aktuell gegen den Iran und erneut Libanon, sowie bei der Aggression gegen Venezuela. Ich beteilige mich besonders auch wegen der „alten“ hochaktuellen Forderungen der Friedensbewegung nach Anerkennung des internationalem Verbots (UN!) der Atomwaffen durch die Atommächte, nach Wiederaufnahme der internationalen Abrüstungsverhandlungen und nach Bearbeitung von internationalen Konflikten vor der UNO auf dem Boden des Völkerrechts und nicht auf den Schlachtfeldern.

Thomas Trüper

Ich gehe zum Ostermarsch,

weil ich dagegen protestieren will, dass Großmächte Krieg führen, um ihre imperialen Interessen durchzusetzen. Frieden kann es nicht gegen sondern nur mit den Menschen geben.

Kerim Kurt