Ausstellung Berufsverbote | Ludwigshafen

Ausstellung Berufsverbote | Ludwigshafen

Ausstellung Berufsverbote | Ludwigshafen
16 März 18:30
Bis 16 März, 20:30 2h

Ausstellung Berufsverbote | Ludwigshafen

Kulturzentrum Das Haus der Stadt Ludwigshafen Bahnhofstr. 30 67059 Ludwigshafen am Rhein

Repressionen gegen linkspolitisch Aktive in Deutschland – Ausstellung mit Vorträgen und Filmvorführung

16.03.2026, 18:30 Uhr
Filmabend mit Berichten von Betroffenen und Diskussion
Filmvorführung der Reportage „Jagd auf Verfassungsfeinde“ von Hermann G. Abmayr (2022) in Anwesenheit des Filmemachers.
Michael Csaszkoczy, Friederike Rüd und Martin Hornung berichten von den Repressionen aufgrund ihrer linkspolitischen Tätigkeiten, gegen die sie  zu kämpfen hatten.
Abschlussdiskussion im Licht der sich abzeichnenden neuen Repressionen gegen linkspolitisch Aktive.
17.03.-20.03.2026,
Mo-Fr. 10-16:00 Uhr
(evtl. mit Verlängerung)
Vielfalt statt Verfolgung: Berufsverbote im Fokus
Repressionen gegen linkspolitisch Aktive von der Weimarer Zeit über den Radikalenerlass der 70er Jahre bis heute

Im Rahmen einer Ausstellung rund um das Thema „Berufsverbote“ beschäftigen wir uns mit deren Ursprung, ihrer Geschichte und mit den derzeitig verschärften Bedingungen für die Einstellung in den öffentlichen Dienst. Wir hören Berichte von Menschen, die bereits unter dem sog. Radikalenerlass der 70er Jahre zu leiden hatten, und von aktuell Betroffenen und diskutieren mit ihnen. Zum Abschluss der Ausstellungswoche präsentiert uns der Filmemacher und Journalist Hermann G. Abmayr seine Reportage „Jagd auf Verfassungsfeinde“.

Zum aktuellen Hintergrund der Veranstaltungen:
Im Juli 2025 hat das rheinland-pfälzische Innenministerium eine Verschärfung der bisherigen Regelungen zum Thema „Verfassungstreue“ und der entsprechenden Gesinnungsprüfung beschlossen – angeblich, um rechtsextreme Bewegungen abzuwehren. Allerdings beweist die sogenannte Organisationsliste des Landesverfassungsschutzes, dass sich die beschlossenen Vorgehensweisen auch gegen Menschen richten sollen, die im linkspolitischen Spektrum aktiv sind.
Dass allein die Mitgliedschaft oder gar die reine Nähe zu einer vom Verfassungsschutz (!) als linksextrem eingestuften Organisation berufliche Schwierigkeiten bis hin zu einem Berufsverbot auslösen kann, stellt eine eklatante Verletzung unserer Grundrechte dar. Es ist zu befürchten, dass die Verschärfung rechtsstaatlicher Standards nicht in erster Linie hasserfüllte, menschenfeindliche Nazis treffen wird, die an der Abschaffung unserer Demokratie arbeiten, sondern Menschen, die sich lediglich für eine gerechte, freiheitliche und solidarische Gesellschaft einsetzen.

Die GEW möchte mit der o.g. Ausstellung nicht nur über das düstere Kapitel der Berufsverbote und ihr aktuelles Wiederauferstehen informieren, sondern sich mit ihr auch gegen die Gleichsetzung linker Kräfte mit rechten antidemokratischen Bewegungen und gegen ein Klima der Intoleranz wehren. Sie lädt dazu ein, die Mechanismen der Diskriminierung und die Folgen von Berufsverboten zu reflektieren.
Lasst uns gemeinsam für eine Gesellschaft eintreten, die Vielfalt schätzt und Menschenrechte sowie Meinungsfreiheit verteidigt!

Die Ausstellung findet in Kooperation mit dem Bundesarbeitsausschuss der Initiativen gegen Berufsverbote und für die Verteidigung der demokratischen Grundrechte statt.