AfD Ludwigshafen im Wahlkampfmodus: Macht sich gemein mit patriotischen Rechtsextremisten

Was war geschehen?
Antifas, mehrheitlich nicht aus Ludwigshafen, sondern aus Baden-Württemberg und aus der Region Weinstrasse trugen erneut friedlich und solidarisch, lautstark ihren Protest auf die Straße gegen die neo-faschistisch daher kommende AfD.
Der Protest fiel an diesem Tag teilnehmermäßig schwächer aus, als beim letzten Mal. Diesmal fehlten weitestgehend alle Gruppierungen, die zuletzt noch behauptet hatten “Stabilität gegen Rechts” auf der Straße zeigen zu wollen. Die Menschen, die vor Ort klare Kante zeigten, erfuhren öffentlich mehr Zuspruch und Aufmerksamkeit, als ihnen vielleicht lieb gewesen wäre.
Ein größeres Polizeiaufgebot sorgte dafür, daß der Protest nicht körperlich seitens der AfD angegriffen wurde. Sinngemäss sagte ein AfD-Sympathisant: “Ich bringe jetzt Kind und Hund nach Hause. Und komme zurück. Ich habe kein Problem mich mit euch auf der Straße zu prügeln.”
Vorweg: Der AfD-Wahlkampfstand war erneut für die Partei ein Debakel. Kaum jemand besuchte diesen.
Intermezzo:
Polizeihunde als Abschreckung gegen wen? Über längere Zeit stand und bewegte sich ein ziviles Fahrzeug mit Polizeihunden vor Ort. Der kritische Beobachter fragt sich, aus welchem Grund? Der Tierschutz dürfte nicht im Vordergrund gestanden haben.
Faschos mischten mit
Die AfD in Ludwigshafen muss beantworten, weshalb sie an diesem Tag auf ein Mitglied der AfD Mannheim, zeitgleich mutmaßliche Admina eines “Patrioten”-Telegram-Kanals (beobachtet vom Staatsschutz BaWü) und auf einen seit Jahrzehnten in der rechtsextremen Szene aktiven Ex-Mannheimer scheinbar angewiesen war. Martina Helbig von der AfD Mannheim offenbar wegen ihrer öffentlich rechtsextrem ausgelebten Einstellung von der eigenen Partei weitestgehend isoliert, solidarisierte sich, nicht zum ersten Mal, mit Reiner B.. Der Reiner B., weisst sich seit Jahrzehnten durch seinen Aktivismus in der demokratiefeindlichen, rechten Szene aus. NPD- und Dritter Weg-Sympathisant und Unterstützer ist er. Eigentlich verachtet er die AfD in sozialen Netzwerken ebenso wie Martina H. – die AfD ist diesen beiden Personen viel zu lasch.
- Martina Helbig (AfD Mannheim) und Reiner B.
- Reiner B. zeigt sein Banner, als deutscher Patriot, in englischer Sprache
- AfD LU findet das okay
- Grünen-bashing
In besagtem Telegram-Kanal für “Patrioten in Mannheim…” wünschen sich gewisse Mitglieder regelmäßig und gerne, dass z.B. sinngemäss “Freikorps die Straßen von der Rotfront/Rotbrut reinigen sollten.”
Der Umstand, dass die AfD Ludwigshafen mit solchen Unterstützern offen kooperiert ist extrem irritierend. Der Kreisverband mimt in der Öffentlichkeit ein rechts-konservatives Image.
“Kommt rüber, wir sind die Bürgerbewegung…wir diskutieren”
Kein Mensch wollte mit den sogennanten Bürgerlichen der AfD diskutieren. Schon gar nicht nachdem die “Antifa” als arbeitsscheues Gesindel sinngemäss übers Mikro beschimpft wurde. Und den Protestierenden der Faustkampf auf offener Straße angekündigt worden war. Scheinbar unvorstellbar für den AfD-Einpeitscher am Mikrofon, Martin Hartinger (Frankenthal), einen Schritt auf die Menschen beim Protest zuzugehen.
Omas gegen Rechts Rhein-Neckar
zeigten deutliche Präsenz und werden seitdem in sozialen rechtslastigen Netzwerken wegen ihres Engagements diskredititiert. Vollkommen zu Unrecht. Es sollte noch mehr Omas und Opas gegen Rechts geben, wenn man sich die Erfolgsbilanz der diversen lokalen Gruppierungen anschaut. Der KVD in Ludwigshafen scheint ein Feindbild zu haben. Kaum stand die erste Oma vor Ort beim Protest, wurde diese rüde angeraunzt: “Maske auf und Abstand halten” – sonst droht was?…Ansonsten die schon bekannte Ansage: “AfD politische Veranstaltung – dort gelten andere Regeln”. Äusserst fragwürig das erneute Vorgehen des KVD Ludwigshafen.
(Bericht und Fotos: Rick de la Fuerte – und wie angegeben)
KIM hatte berichtet: