Venezuela: Tag X am 3. Januar – Erster Protest in Mannheim

Kundgebung auf dem Marktplatz gegen den US-Angriff auf die Souveränität der Republik Venezuela.

Es war keine sieben Stunden her, seit am Samstag, 03.01.26 morgens um 7.00 Uhr erste Nachrichten über den Angriff der USA durch Einheiten des CIA und der US-Armee bekannt wurden, da versammelten sich ca. 40 Menschen spontan auf dem Marktplatz zu einem ersten Protest. Die Initiative „Hände weg von Venezuela“ hatte schon am 15.12. eine kleine Kundgebung auf dem Marktplatz durchgeführt (KIM berichtete) und für den Tag nach dem „Tag X“ – der absehbaren US-amerikanischen  Militärintervention  – aufgerufen. Bekanntlich wurden der venezolanische Präsident Maduro und seine Frau in Caracas gefangengesetzt und in die USA deportiert. Diese völkerrechtswidrige Aktion, der die Kaperung dreier venezolanischer Öltanker und die Versenkung mehrerer venezolanischer angeblicher „Drogenschmuggler-Boote“ mit 100 Getöteten vorausgegangen war, wurde von zwei Rednern scharf kritisiert.

Während die Kundgebung schon lief, verlangten zwei Polizeibeamten, „den Versammlungsleiter“ zu sprechen. Sie wurden darüber aufgeklärt, dass es sich um eine spontane Versammlung handele und dass es keinen Versammlungsleiter gebe. Dieser sei jedoch – so die Polizisten – ab 20 Versammlungsteilnehmenden erforderlich, anderenfalls müsse die Versammlung aufgelöst werden. Als sich spontan eine Versammlungsleiterin meldete, konnte die Kundgebung störungsfrei fortgesetzt werden.

Es ist damit zu rechnen, dass in den nächsten Tagen der Aufruf zu einer größeren Protestveranstaltung gegen diesen neuen Krieg um Öl und die  US-Hegemonie in Lateinamerika erfolgt.

tht / Bild:  KIM.