(Glosse) AfD-Stadtrat schmeißt hin / AfD-Fraktion will Fördermittel streichen / Omas gegen Rechts bleiben vorbereitet

Mannheim/Rhein-Neckar/Talenthausen.

Eines muss man den selbsternannten Rettern des Abendlandes lassen: Um zweimal innerhalb einer Woche für Aufreger zu sorgen, dafür benötigt man echtes Talent.

 

 

Bemerkenswertes Talent bewies der nunmehr zurück getretene AfD-Stadtrat Rainer Huchthausen (von politischen GegnerInnen auch liebevoll Zuchthausen genannt) mit seinem Move, die Kündigung durch seinen langjährigen Arbeitgeber (wegen erheblicher Fehlzeiten) öffentlich zu machen. Der Kurzzeit-Stadtrat witterte Verschwörung, ob seines politischen Engagements für die Partei im neo-faschistischen Gewand. Jetzt hat er hingeschmissen, der Huchthausen, da dauerhaft krank. Omas gegen Rechts Rhein-Neckar wünschen weiterhin gute Besserung. Mit der Tatü-Übergabe, frei nach dem Motto „Heul doch leise“ hatte es ja leider am 26.11. nicht funktionieren wollen, da der Herr Ex-Stadtrat nicht an der Sitzung des Stadtparlaments teilnahm. Ohnehin ist nicht überliefert, ob Huchthausen seit seiner Wahl überhaupt parlamentarische Arbeit geleistet hat.

Ebenso talentiert agiert derzeit die Mannheimer AfD-Fraktion mit dem Ansinnen verschiedenen Organisationen die Geldmittel im Gemeindehaushalt 2020/21 ersatzlos streichen zu wollen. Hier nehmen die blau-braunen Reiter der Apokalypse, allen Ernstes, die blutige Axt in die Hand und wollen der langjährigen Arbeit von Ehrenmännern und -frauen an den Kragen. Einem Jugendzentrum wird unterstellt keinen Mehrwert für eine demokratische Kultur zu bieten. Einem Kulturbetrieb, in dem auch manchmal getanzt wird, macht man zum Vorwurf die Gesellschaft zu spalten und intolerant zu sein. Einem Institut für Integration spricht man pauschal die Förderfähigkeit ab – hat ja nix mit Mannheim zu tun. Mit solchen Anträgen verfolgt die Weidel-Höcke-Partei nur ein Ziel: Für Aufreger sorgen. Glückwunsch – Ziel erreicht! Kann man sich nicht ausdenken.

Derweilen ist nicht bekannt, ob Omas gegen Rechts Rhein-Neckar, nachdem die AfD-Anträge im Stadtparlament mit überwältigender Mehrheit ab 16.12. bei den Haushaltsberatungen abgelehnt wurden, den heldenhaften Versuch unternehmen werden, den zwangsläufig flutartig entstehenden Tränenfluss bei der AfD mittels Tatü-Handreichungen zu lindern. Aus reiner Nächstenliebe versteht sich – Weihnachten steht vor der Tür.

Eine sehr bekannte Satirepartei würde an dieser Stelle vermutlich schreiben: „F.ckt euch hart!“ oder im Antifa-Jargon gesagt: „Verpisst euch, keiner vermisst euch!“

 

(Warnhinweis: Dieser Text kann Spuren von Satire und Polemik beinhalten)

 

(c.r.)