Neue KIM Ausgabe 18/2026 erschienen

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– Editorial – 

Liebe Leser*innen und Genoss*innen,

drei Landtagswahlen sind passé und deren Ergebnisse haben die politischen Diskussionen der letzten Wochen bestimmt. Die Parteien der ehemals Großen Koalition schlingern weiterhin einigermaßen konfus über die Bühne der Bundespolitik, als wollen sie ihren Tanz fortführen, der schon lang nicht mehr zur Musik zu passen scheint. Das dabei zu beobachtende Aufdiefüßetreten und Köpfezusammenstoßen sollte eigentlich mit Lachen oder Kopfschütteln kommentiert werden, wenn es nicht mit großer Gefahr für die Existenzgrundlage vieler Menschen einhergehen würde.

Umso wichtiger ist es auch die eigenen Feste zu Feiern. Auf Turley haben mehrere Organisationen und Anwohner*innen am 26.09. ein Fest zur Ehrung Anette Langendorfs organisiert. Bei der Einweihung des Anette-Langendorf-Parks durch die Stadt Mannheim, wurden die Verdienste der kommunistischen Politikerin und Antifaschistin kaum gebührend erwähnt, was durch die Organisator*innen des Festes nachgeholt werden sollte.

Am 04. Oktober wurde außerdem das Kulturfest am Schillerdenkmal nachgeholt, das im Juni auf Grund der gefährlichen Hitze abgesagt werden musste. Bei dem Fest soll die Vielfalt im Vordergrund stehen, die eine Grundbedingung für gedeihende Kultur ist. Gerade Kulturbetriebe stehen deshalb auch im Fokus rechter Akteure. In Sachsen-Anhalt stehen Kulturbetrieben möglicherweise harte Zeiten bevor, wenn sich die AfD ans Werk machen sollte völkische Kategorien ins Zentrum kultureller Förderung zu stellen. Auch in Mannheim sehen sich Kultureinrichtungen immer wieder Angriffen auf deren finanzielle Ausstattung ausgesetzt. Der Haushalt ist immer wieder eines der umkämpften Felder im Gemeinderat. Wir berichten, was es mit den Einsparvorschlägen der AfD Gemeinderatsfraktion auf sich hat und wie sich darin eine fragwürdige Gerechtigkeitsidee der AfD niederschlägt.

Nichts zu Feiern haben erneut die Beschäftigten von Galeria. Die mittlerweile vierte Insolvenz bringt erneut Unsicherheit, wie es mit ihnen und dem Haus weitergeht.

Weiter ging es zeitweise nicht beim Nahverkehrs-Anbieter SWEG. Dort sollen Warnstreiks für Arbeitsplatzsicherung und Lohnerhöhungen sorgen. Die Lohnsteigerungen der Dachdecker sind zwar nicht durch die Decke gegangen, aber mit 3,4% plus eine erfreuliche Meldung aus dem Bereich Arbeitskämpfe.

Wer nicht für sich selbst kämpfen kann, sind Tiere. Zu deren Situation in Mannheimer Parks erfahrt ihr mehr in einem Antrag der LTK und Kommentar. Wer sich selbst ein Bild dazu machen kann, sollte die warmen Tage zur Zeit noch nutzen.

In diesem Sinne einen guten Start in den Herbst! Bleibt widerständig. (DeBe)

Die Redaktion 


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