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Gaststätte „Beim Alex“

Gaststätte „Beim Alex“

  • Typ : Stehend

Vortrag und Diskussion mit Jürgen Wagner von der Informationsstelle Militarisierung e.V (IMI)., TübingenDonnerstag, den 26.11.2026, um 18.30 UhrGaststätte „Beim Alex“ Weinheim, Breslauer Straße 40 Militarisierung erhöht die KriegsgefahrDie vorherige Bundesregierung leitete 2022 unter Olaf Scholz die sogenannte „Zeitenwende“ ein. Der völkerrechtswidrige Angriff Russlands auf die Ukraine wurde dafür als Anlass genommen. Mit einer Grundgesetzänderung und einem „Sondervermögen“ von 100 Milliarden Euro wurden umfangreiche Mittel für die Aufrüstung bereitgestellt.Die jetzige Bundesregierung unter Kanzler Friedrich Merz macht hier nahtlos weiter. Das erklärte Ziel: Die Bundeswehr soll die „stärkste konventionelle Armee Europas“ werden. Um die dafür notwendige Aufrüstung zu finanzieren, sieht die Haushaltsplanung massive Erhöhungen vor. Diese Ausgaben, die auch noch von der Schuldenbremse ausgenommen sind, sollen sich auf rund 240 Mrd. Euro summieren. Das ist fast die Hälfte des gesamten Staatshaushalts.Um die Zustimmung der Bevölkerung für diese wahnwitzigen Rüstungsausgaben zu erhalten, wird Kriegsangst geschürt. Aber wer bedroht hier wen? Die NATO-Osterweiterung stellt offensichtlich für Russland eine Bedrohung dar. Dazu kommt, dass die NATO-Staaten im Jahr 2025 lt. SIPRI über 1,5 Billionen Dollar für Rüstung ausgaben. Die Ausgaben Russlands beliefen sich dagegen auf 190 Milliarden. Allein die europäischen NATO-Staaten gaben mit 627 Milliarden Dollar über das dreifache mehr an Geld für Rüstung aus und sind Russland in allen Waffengattungen, außer bei den Atomwaffen, deutlich überlegen. Die Aufrüstung führt zu einer weiteren Rüstungsspirale mit Russland, die den Frieden gefährdet und das Risiko der Eskalation zu einem 3. Weltkrieg erhöht. Trotzdem wird dem Aufrüstungswahnsinn inzwischen alles andere untergeordnet.Kanonen statt ButterDie Folgen treffen vor allem den Sozialstaat und die arbeitende Bevölkerung – verkauft als „notwendige Reformen“: Geplant sind Kürzungen beim Wohngeld, eine Ausweitung der Arbeitszeit, ein höheres Rentenalter und Einschnitte bei der sozialen Sicherung.Vor allem im Gesundheitswesen und der Pflege drohen massive Einschnitte. Errungenschaften wie Personaluntergrenzen in der Pflege stehen zur Disposition, während die Gesundheitsversorgung weiter eingeschränkt und Zuzahlungen erhöht werden sollen. Besonders Menschen mit niedrigen Einkommen werden dadurch belastet.Weitere Kürzungen sind absehbar.Ja zur „Friedenstüchtigkeit“Nein zur „Wehrpflicht“Von deutschem Boden darf nie wieder ein Krieg ausgehen.-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------  Referent Jürgen Wagner ist Politikwissenschaftler und Historiker sowie Geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Tübinger Informationsstelle Militarisierung (IMI) e.V. Jüngste Buchveröffentlichung: „Kriegstüchtig an allen Fronten: Kanonen statt Butter – Rüstung durch Sozialabbau“ erschienen bei PapyRossa.Veranstalter/Unterstützer:Antifa Bündnis WeinheimIGBCE Ortsgruppe WeinheimDGB WeinheimDFG-VK  Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnenippnw  Internationale Ärzt*innen für die Verhütung des Atomkrieges, Ärzt*innen in sozialer Verantwortung e. V.)Informationsstelle Militarisierung e.V (IMI)., Tübingen