Corona-Rebellen: Volksverführer auch in Worms (mit Fotogalerie)

Auch in Worms hat sich eine Corona-Rebellen-Gruppe gegründet, die in den zurückliegenden Wochen mit sogenannten Spaziergängen aktiv wurde. Der Protest richtet sich inhaltlich, wie anderenorts auch, gegen die Maßnahmen zur Eindämmung der Covid19-Pandemie. Den Spaziergängen hat die Stadtverwaltung einen Riegel vorgeschoben. Demonstriert werden darf seit dem 16.05.20 nur noch auf dem Platz vor dem Hauptbahnhof.

Notstandsregierungen – Grundgesetz – NWO – Impfzwang und Alubommeln

Anmelder und Versammlungsleiter am 16.05.20 in Worms war Stephan Maurer. Nach eigenen Angaben von Beruf Sozial- und Wirtschaftswissenschaftler. Er zitierte aus dem Grundgesetz und der Landesverfassung von Rheinland-Pfalz. Demnach sei das Volk der Souverän und nachgeordnet erst die gewählten Politiker in ihren Ämtern. Der durch den Shutdown in vielen Bereichen angerichtete Schaden (durch die Politik) stünde seiner Meinung nach in keinem Verhältnis mit dem Infektionsschutz der Bevölkerung. Die „Notstandsregierungen“ würden dem Volk schaden. Die Rednerin Jutta H., Teilzeitpflegekraft und Mutter, war es einfach nur noch Leid. Die eigenen Kinder daheim zu betreuen, wenn Schulen und Kitas geschlossen sind, und dann noch den Job unter erschwerten Bedingungen machen zu müssen, gingen ihren Ausführungen zufolge gar nicht. Die Beschränkungen der Covid19-Maßnahmen müssten umgehend aufgehoben werden. Sie betonte, dass die sogenannten Corona-Rebellen keine Verschwörungstheoretiker seien, sagte aber im gleichen Atemzug auch, dass doch klar wäre, was Gates & Co. für einen Plan verfolgen würden. „Atemschutzmasken traumatisieren Kinder“, meinte eine weitere Rednerin, die als Lehrerin aus Worms vorgestellt wurde. Ihrer Meinung nach fügen die Schulschließungen Kindern wegen mangelnder sozialer Kontakte unermesslichen Schaden zu. Durch das Tragen von Schutzmasken würden Erwachsene aus Kinderaugen betrachtet als abstrakte Gefahr wahrgenommen, sagte die Person weiter.

Ansonsten bot sich ein Bild, das man schon von anderen derartigen Kundgebungen kannte:

Schaulustige, Impfgegner, Wutbürgertum und Rechtsradikale vereint auf einem Platz.

Am Rande der Versammlung zeigte eine Gruppe junger Menschen im Stillen und beobachtend „antifaschistische Flagge“.

Klare Ansagen der Polizei und vorzeitige Auflösung nach Verstößen

Gleich zu Beginn teilte die Polizei über Lautsprecheransage mit, dass die Versammlungs- und Meinungsfreiheit in vollem Umfang gewährleistet ist, insofern die Auflagen und hier insbesondere das Tragen eines Mund- und Nasenschutz und die Abstandsregel (mind. 2 Meter) eingehalten werden. Zu beobachten war, dass mehrheitlich Schutzmasken oder Dinge, die dafürgehalten (und gegen das Vermummungsverbot verstießen), von den Teilnehmer*Innen getragen wurden. Das Abstandhalten wurde jedoch meist und provokativ nicht eingehalten. Mehrfache Interventionen durch die Polizei und Ordner*Innen blieben erfolglos. Sodann sah sich die Polizei gezwungen die Versammlung vorzeitig aufzulösen, wie die Wormser Zeitung im Nachgang berichtete.

Alle Bilder des Tages:

(Bericht und Fotos: Christian Ratz)