Veranstaltungen zum Antikriegstag 2026 in Mannheim
Die Organisationen, die die jeweiligen Veranstaltungen unterstützen, haben sich auf den folgenden Text als Grundlage geeinigt. Die Veranstaltungen werden nach dem Text jeweils einzeln angekündigt. Sobald der Flyer hierzu fertig gestellt ist, wird der Flyer im Kommunalinfo online veröffentlicht werden. Die hier abgedruckten Bilder sind vom diesjährigen Ostermarsch (die Redaktion).
Seit 1957 erinnern die DGB-Gewerkschaften mit dem Antikriegstag an den Beginn des Zweiten Weltkriegs am 1. September 1939 und an die unvorstellbaren Folgen von Krieg, Faschismus und Gewalt. Er steht für die klare Botschaft und die historische Verpflichtung zum Widerstand: „Nie wieder Faschismus- Nie wieder Krieg“
Gemessen am sozialen Kahlschlag, der rasanten Militarisierung und einer gefährlichen Rechtsentwicklung ist es in der BRD und auch bei uns in Mannheim beängstigend still.
Wir schweigen nicht – wir stellen uns entgegen. Wir kämpfen für eine friedliche, demokratische und soziale Zukunft, die diesen Namen verdient.
Unterschiedliche politische Haltungen, Schwerpunkte und Aktionsformen haben dabei ihren Platz – denn eine lebendige Friedensbewegung lebt von Vielfalt, Streit und Diskussion. Grenzen ziehen wir dort, wo gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit, Rassismus oder faschistisches Gedankengut Raum greifen wollen.
Menschenrechte und Völkerrecht sind für uns hart erkämpfte Errungenschaften, die wir gegen jede Relativierung entschieden verteidigen. Zugleich machen wir uns keine Illusionen: Das Völkerrecht markiert den zivilisatorischen Mindeststandard, nicht das Ende unseres politischen Anspruchs. Auch das Völkerrecht ist unter den Bedingungen bestehender internationaler Kräfteverhältnisse entstanden und wird von ihnen geprägt. Unser Ziel reicht deshalb über seine bloße Verteidigung hinaus – hin zu einer internationalen Ordnung, in der Frieden, Selbstbestimmung und soziale Gerechtigkeit im Fokus stehen.
Wir wenden uns klar gegen die massive Aufrüstung. Das Ziel, künftig bis zu fünf Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Militär und Rüstung auszugeben, bedeutet eine historische Verschiebung gesellschaftlicher Prioritäten. Damit Milliarden in Waffen fließen können, werden sie bei Bildung, Gesundheit, sozialer Infrastruktur, Wohnraum und konsequentem Klimaschutz weggekürzt. Eine solche Politik verschärft soziale Ungleichheit und schwächt die Zukunftsfähigkeit der Gesellschaft.
Auch die geplante Stationierung neuer, potenziell atomar bestückbarer Mittelstreckenraketen lehnen wir ab. Sie macht Deutschland im Ernstfall zu einem zentralen Ziel militärischer Eskalation. Die Gefahr eines Atomkriegs ist damit kein Relikt der Vergangenheit. Im Atomzeitalter gilt mehr denn je: Sicherheit gibt es nicht gegeneinander, sondern nur miteinander. Trotz aller politischen Gegensätze bleibt die Verhinderung nuklearer Vernichtung eine gemeinsame Aufgabe der Menschheit.
Kriegstüchtigkeit und die damit verbundene Wiedereinführung der Wehrpflicht sind die falsche Antwort auf die Krisen unserer Zeit – sie sind ein gesellschaftlicher Rückschritt. Die großen Herausforderungen ihrer Zeit sind Klimakrise, soziale Ungleichheit und der Kampf um demokratische Rechte – nicht die Rückkehr zu Pflichtdienst und Kriegslogik.
Die Veranstaltungen zum Antikriegstag 2026 sollen deshalb ein Ort sein für Aufklärung, Diskussion und Widerstand. Sie laden dazu ein, friedenspolitische Alternativen stark zu machen und gemeinsam zu überlegen, wie Frieden, soziale Gerechtigkeit und internationale Solidarität im 21. Jahrhundert erkämpft, verteidigt und ausgebaut werden können.
Radiosendung – Die Friedensbewegung stark machen!
Samstag, 29. August 2026, 19:00 Uhr Bermuda-Funk
bermuda.funk – Freies Radio Rhein-Neckar e.V.
MA 89,6 MHz | HD 105,4 MHz und im Livestream unter https://bermudafunk.org
Drei Mannheimer Friedensbewegte sprechen über ihre Motive, ihr Engagement und über die Perspektiven
Demo zum Antikriegstag
Dienstag, 1. September 2026, 16:30 Uhr
Start am Plankenkopf
Aufgerufen von: Friedensbündnis Mannheim
Demo mit Kundgebung vom Plankenkopf über Paradeplatz zum Marktplatz
Kulturveranstaltung mit Einhart Klucke, Monika-Margret Steger und Bernd Köhler
„Man muss die Krieger in die Irre führen …“
Dienstag, 1. September 2026, 18:30 Uhr
Haus der Evangelischen Kirche, M1,1a
Veranstaltet von: DGB Rhein-Neckar, NaturFreunde Mannheim, Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt (KdA), VVN-BdA (Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes-Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten), DFG-VK, KAB (Katholische Arbeitnehmerbewegung), sanctclara (Ökumenisches Bildungszentrum Mannheim)
Ein friedenspolitischer Abgesang auf die neue WEHRPFLICHT, AUFRÜSTUNG und KRIEGSTÜCHTIGKEIT mit Texten und Liedern von Brecht, Jellinek, Dettlinger, Klucke, Köhler, Mühsam, Steger und andere
Rüstungsausgaben im Höhenflug – Sozialstaat im freien Fall
Donnerstag, 3. September 2026, 19:00 Uhr
Verdi-Haus, Ludwigshafen, Kaiser-Wilhelm-Str. 7
Veranstaltet von: ATTAC Mannheim – Ludwigshafen
Der Referent Jürgen Wagner ist Politikwissenschaftler und Historiker sowie Geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Tübinger Informationsstelle Militarisierung (IMI) e.V.
Rheinmetall entwaffnen
Camp vom 1. bis 6. September 2026 in Köln.
Gemeinsame Anfahrt (nähere Infos Instagram @otkm_mannheim
Aufgerufen von: Offenes Treffen gegen Krieg und Militarisierung (OTKM)
Wir fahren gemeinsam zum Camp und sagen Rüstungsindustrie, Kriegstreiberei und Militarisierung den Kampf an!
Vision Friedensstadt Mannheim
Freitag, 18. September 2026, 14 – 18 Uhr
Stadtheim der NaturFreunde Mannheim, Zum Herrenried 18
Veranstaltet von: DIDF Mannheim und Friedensbündnis Mannheim
Workshop und Einladung zum Mitdenken und Mitarbeiten an einer Vision von Mannheim als einer Stadt, die sich in allen Bereichen für Frieden einsetzt.

















