Veranstaltung: Die EU und der Völkermord in Gaza

Veranstaltung: Die EU und der Völkermord in Gaza

29 Juni 19:00
Bis 29 Juni, 21:00 2h

Veranstaltung: Die EU und der Völkermord in Gaza

Cohrs
Veranstaltet von Nahostgruppe Mannheim

Vortrag und Diskussion
Montag 29. Juni, 19:00 Uhr

Café Cohrs Mannheim • Lange Rötterstr. 60

Das Assoziierungsabkommen zwischen der EU und Israel, das seit Juni 2000 in Kraft ist, bildet den Rahmen für die politische, wirtschaftliche, wissenschaftliche, technologische und kulturelle Zusammenarbeit zwischen der EU und Israel. Das Abkommen gewährt israelischen Waren bevorzugten Zugang zum EU-Markt und umgekehrt und fördert so die Handelsliberalisierung und wirtschaftliche Integration. Infolgedessen ist die EU zu Israels größtem Handelspartner geworden, wobei das Handelsvolumen jährlich auf über 42 Milliarden Euro geschätzt wird. Deutschland ist Israels zweitgrößter Waffenlieferant nach den USA. Auch Frankreich liefert weiterhin Teile an Israel für dessen eigene Waffenproduktion und Spanien hat die militärische Zusammenarbeit über bestehende Verträge und indirekte Kanäle fortgesetzt, trotz gegenteiliger Verlautbarungen.

Dies alles steht im Widerspruch zu dem Abkommen selbst. Dessen Grundlage ist die gemeinsame Anerkennung der Charta der Vereinten Nationen und insbesondere die Achtung der Menschenrechte und der Demokratie.

Trotz Israels Völkermord in Gaza, den Vertreibungen und ethnischen Säuberungen in der Westbank und im Libanon hält die die EU an diesem Assoziierungsabkommen fest. Dies obwohl der Internationale Gerichtshof die Klage zur Abwendung eines Völkermords bereits im Januar 2024 angenommen und für plausibel erklärt hat. Diese Doppelmoral offenbart Europas Mitschuld und moralisches Versagen. Nur eine sofortige Aussetzung der Vereinbarung, nicht eine

Überprüfung, kann die Unterstützung dieser Verbrechen beenden.

Unser Referent wird den Zusammenhang zwischen dem Assoziierungsabkommen einerseits und dem Völkermord in Gaza, sowie der israelischen Politik der Vertreibung und Expansion andererseits darstellen.

Dr. Shir Hever ist Ökonom. Er forscht zu Apartheid, Kolonialismus, Besatzung Israels und israelischer Rüstungsindustrie.

Er ist Geschäftsführer von Bündnis für Gerechtigkeit zwischen Israelis und Palästinensern e. V. (BIP e.V.)

Veranstalter: Nahostgruppe Mannheim

Weitere Information auf unserer Website unter: https://mannheimnahost.wordpress.com/