Protestaktionen von „End Cement“ in Mannheim, Leimen und Eppelheim
Wir veröffentlichen zwei Pressemitteilungen der Gruppe „End Cement“. Die Protestaktionen richteten sich gegen die „Umweltzerstörung der Betonproduktion“ durch Heidelberg Materials. (KIM)
Aktivist legt Hafenkran von Heidelberg Materials lahm
Mannheim, den 17.04.2026. Ein Unterstützer der Gruppe „End Cement“ hat am heute früh den Entladekran von Heidelberg Materials im Mannheimer Hafen vorübergehend außer Betrieb gesetzt. Mit der Aktion, bei welcher sich der Aktivist an den Hauptschalter kettete, wird die Umweltzerstörung der Betonproduktion kritisiert.
Die Gruppe „End Cement“ begründet die Aktion mit den Klimafolgen der Zementindustrie und fordert eine deutliche Reduktion der Betonproduktion. „Die Zeiten des endlosen Weiter-So sind vorbei. Normalerweise werden hier werden täglich Rohstoffe für eine Industrie bewegt, die massiv zur Klimakrise beiträgt.“, sagt der Aktivist, Raul Semmler. „Dabei wissen wirdoch längst dass es besser geht: mit mit nachhaltigen Baustoffen und einer Bauwirtschaft die für die Menschen und nicht auf den Profit baut. Es ist Zeit für eine Bauwende.“
Nach Darstellung der Aktivistinnen und Aktivisten steht die Aktion auch im Zusammenhang mit den ökologischen Folgen des Rohstoffabbaus. Neben CO₂-Emissionen verweisen sie auf Eingriffe in Landschaften und Belastungen für Anwohnerinnen und Anwohner. Insbesondere bei Abbaustätten im Globalen Süden, etwa in Indonesien und Palästina, würden daher Gruppen verdrängt und Menschen- und Völkerrecht gebrochen.
Der Aktivist verkleidete sich als Löwenzahn, um die Natur darzustellen, die sich ihren Platz zurückhole. „Von Heidelberg Materials fordern wir endlich ein öffentliches Einlenken, einen unabhängigen Menschenrechtsbericht und Entschädigungen für die weltweiten Schäden“, so der Semmler weiter.
Nach einer halben Stunde war noch keine Polizei vor Ort.
Die Gruppe „End Cement“ hat in den vergangenen Jahren mit ungehorsamen Aktionen rund um den Heidelberger Zementkonzern für Aufmerksamkeit gesorgt. So wurde am Donnerstag das Zementwerk in Leimen blockiert und das Betonwerk in Eppelheim besetzt.
Am Samstag, den 18. April um 14 Uhr am Theater Heidelberg ruft die Gruppe zu einer ironischen „Grau statt Grün“-Demo auf. Bis zum 20. April findet außerdem das End Cement Camp gegenüber der Hauptzentrale von Heidelberg Materials statt.
Heidelberg Materials Werke in Leimen und Eppelheim gleichzeitig blockiert
Leimen / Eppelheim, 14. April 2026. Unterstützer*innen der Gruppe End Cement haben heute ab 12 Uhr die Zufahrt zum Zementwerk von Heidelberg Materials in Leimen bei Heidelberg blockiert. Zeitgleich wurde am Betonwerk im nahegelegenen Eppelheim ein großes Banner mit der Aufschrift „Klimakiller!“ angebracht.
Vor dem Werk in Leimen sitzen zur Zeit 28 Aktivist*innen auf der Straße und verhindern so die Ein- und Ausfahrt von LKW. Die Aktion waren im Vorfeld öffentlich angekündigt worden. Eine Person ist angeklebt, andere wurden von der Polizei daran gehindert. Begleitet wird die Blockade von Musik, Gesang und einem bunten Bild aus Bannern und Transparenten.
“Wie angekündigt legen wir heute die Zementproduktion in Leimen lahm. Solange Heidelberg Materials weiter Milliarden mit der Zerstörung unserer Lebensgrundlagen verdient, werden wir nicht tatenlos zusehen”, erklärt Nola (25), die mit auf der Blockade sitzt. „Die Zementindustrie zählt weltweit zu den größten Klimatreibern. Heidelberg Materials ist in vielen Ländern, von Indonesien über Togo bis nach Australien und Palästina, für massive Umweltschäden und Völkerrechtsbruch verantwortlich. Das muss ein Ende haben!“
Die zeitgleiche Aktion am Standort Eppelheim, bei der ein Banner an dem Betonwerk des Konzerns angebracht wurde, soll den Protest sichtbar auf zwei Standorte ausgeweiten.
Die Aktionen sind Teil einer Serie von Protesten gegen die Zementindustrie und insbesondere gegen Heidelberg Materials gerichtet. Bereits in der Vergangenheit hatte die Gruppe wiederholt Werke blockiert und auf die hohen CO₂-Emissionen sowie weitere Umwelt- und Menschenrechtsvorwürfe aufmerksam gemacht.
„Wir erleben hier das organisierte Weiter-so einer Industrie, die längst keine Zukunft mehr hat und auch nicht haben darf. Eine echte Bauwende ist überfällig: weniger Beton, mehr Umbau, mehr
nachhaltige Materialien“, so Nora weiter. „Wenn Politik und Konzerne nicht handeln, müssen wir den Druck selbst erhöhen.“
Die Gruppe hat weitere Aktionen angekündigt. So soll am Samstag, den 18. April um 14 Uhr am Theater Heidelberg eine ironische “Grau statt Grün”-Demo beginnen. Bis zum 20. April findet außerdem das End Cement Camp gegenüber der Hauptzentrale von Heidelberg Materials statt.















