Dieses Jahr am Alten Messplatz – DGB Aufruf zum 1. Mai 2026

Gewerkschaftsdemo am 1. Mai | Bild: KIM-Archiv

„Erst unsere Jobs, dann eure Profite“- unter diesem Motto ruft der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) gemeinsam mit seinen Mitgliedsgewerkschaften am 1. Mai 2026 bundesweit zu Kundgebungen auf.

In Mannheim finden Demo und Kundgebung in diesem Jahr erstmals nördlich des Neckars statt: auf dem Alten Messplatz sammeln sich die Gewerkschafter*innen ab 10 Uhr und starten um 10:30 Uhr den Demonstrationszug, der über die Lange Rötterstraße durch die Neckarstadt-Ost führt und über die Käfertaler Straße dann zum Alten Messplatz zurückkehrt.

Die anschließende Kundgebung wird gegen 11:30 Uhr durch den DGB Kreisvorstand eröffnet. Anders als in den Vorjahren wird keine klassische Hauptrede zu erwarten sein. Vielmehr kommen zahlreiche Stimmen aus den Betrieben zu Wort, die die gewerkschaftlichen Themen mit lokalem Bezug und der Realität in der Mannheimer Betriebslandschaft aufgreifen und nahbar machen: „Arbeitsplätze geraten unter Druck, Standorte werden verlagert, soziale Sicherheit wird infrage gestellt, all das ist für die Kolleg*innen in Mannheim hautnah spürbar“, verweist der DGB Kreisvorsitzende Ralf Heller auf die Situation vieler Betriebe. „Mannheimer Betriebe wurden gerade in den letzten Monaten wieder häufig von wirtschaftlichen Hiobsbotschaften getroffen, ob mit Verlagerungsplänen bei Pepperl+Fuchs, dem Abbau bei Eichbaum oder im Theresienkrankenhaus.“

Gleichzeitig vergeht kaum ein Tag, an dem Arbeitgeber und Politik nicht neue Kürzungen im Sozialstaat und den Abbau von Arbeitnehmerrechten vorschlagen. „Wir sollen länger arbeiten, mehr leisten, weniger krank sein – als wären die Beschäftigten verantwortlich für die Krisen der Welt, für Fehlentscheidungen oder unterlassene Investitionen“, ärgert sich Heller.

Hände weg vom 8-Stunden-Tag!

Dass die Bundesregierung plant, den 8-Stunden-Tag auszuhebeln, sehen die Gewerkschaften als Angriff auf die Gesundheit der Beschäftigten: Es drohen längere Arbeitstage, mehr Druck und weniger Planbarkeit.“ „Wir sagen klar: Wir arbeiten genug! Der 8-Stunden-Tag schützt unsere Gesundheit, unsere Familien und unsere Freizeit. Er ist eine zentrale Errungenschaft der Arbeiterbewegung – und nicht verhandelbar!“.

Die DGB-Jugend kündigt in ihrem kreativen Programmbeitrag ein „SchMERZhaftes Reality-TV“ an.

Auch bei vielen organisatorischen Änderungen, bleibt doch eine Konstante: es werden wieder viele Infostände und auch ein Angebot von Speisen und Getränken geboten.

Der Ökumenische Gottesdienst findet aufgrund des Ortswechsels um 10 Uhr in der Melanchthonkirche in der Lange Rötterstraße statt, von wo aus man sich im Anschluss dem Demonstrationszug anschließen kann.

DGB Nordbaden